Adjutorenriege

Schwertmeisterin Thea

Thea gehört zu den Menschen mit losem Mundwerk aber dem Herz am richtigen Fleck. Offenkundig arbeitet sie für die Gutsherrin und die Holverts im Allgemeinen. Man munkelt sie habe oft ein glückliches Händchen im Spiel und beim Wetten, was sie nur allzu gern auskostet und sie ist sicher um keinen Einsatz verlegen. Nicht immer sind ihre Wege oder gar die Geschäfte die sie betreibt nachzuvollziehen, aber sie würde wohl ihr Leib und Leben für die Gutsherrin und deren Tochter, ohne mit der Wimper zu zucken riskieren.
Stets an ihrer Seite, die auffällig gebogene Klinge mit dem dunklen eingelassenen Eisen, gern bereit sie zu nutzen, hält sich aber zurück wenn angebracht und greift ein wenn nötig. Durchaus agil wirkt sie auf jeden der vermag sie in Augenschein zu nehmen, oft hat man den Eindruck jede Bewegung von ihr diene einem Ziel. Darf man den Gerüchten glauben schenken ist sie nicht nur mit dem Schwert meisterhaft, sondern auch mit dem Kampfstab und soll schon den ein oder anderen Hünen damit in die Knie gezwungen haben. Derzeit wird sie oft als Begleitung des „Bluthundes“ gesehen und womöglich fällt auf, dass sie von ihm mehr als nur angetan zu sein scheint. Sie liebt das Risiko und gute Faustkämpfe, man hat sie angeblich sogar schon in Roben gesehen, was man kaum denken mag. Zu guter letzt gehört sie wohl zu jenen die der Gutsherrin mit Rat und Tat zur Seite steht, den Kontakt herstellen und auch vertiefen kann.

Schwester Tira (verstorben)

Sieht man die Schwester durch die Stadt laufen oder sonst auf ihren Wegen, scheint sie leicht gebückt zu gehen, immer auf ihren hölzernen Stab gestützt. Die Gewandung ist gepflegt und verhüllt diese eher schüchterne Person gänzlich, hochgeschlossen dürft es wohl treffen. Ihre Kapuze ist immer tief ins Gesicht gezogen, lediglich die Lippen könnte man ausmachen, wenn man versucht sie anzusehen. An sich wird man sie nie ohne lange Handschuhe antreffen oder eben ohne jene Kopfbedeckung. Sollte es doch der Fall sein, so wird schnell klar warum die scheue Priesterin vermeidet sie abzunehmen – tiefe Brandnarben in ihrem Gesicht, eine in Form eines L über ihrem linken Auge, das nur noch in einen grauenweißen Schleier gehüllt scheint, vielmehr ein dichter Nebel der die Iris verhüllt, verunstalten das Gesicht, das rechte Auge strahlt dafür in tiefem Blau, ähnlich des einzigen Steines, der ihr Ornat ziert. Die Narben zeugen von Folter und Qualen anderer Art, und auch die Arme und Hände scheinen ebenso gezeichnet zu sein.

Oft wirkt Tira tief in Gedanken versunken oder wie sie es nennt Meditation im Gehen. Als enge Vertraute der Lady lenkt sie oft die Geschicke auf dem Weingut mit besonnener Hand, und hat durchaus ein Auge auf Ceara, die Erbin und Tochter der Gutsherrin. Ihre Erscheinung und die Zurückhaltung lassen darauf schließen, dass sie bereits diverse Jahre durch die Lande zog, vom Licht predigte und nun ihre Berufung fand in der Unterstützung von Lady Holvert. Im Gegensatz zu anderen engen Vertrauten, hat sie die Befugnis im Namen der Gutherrin jegliche Geschäfte zu tätigen und auch Ceara in die Schranken zu weisen sollte es nötig sein, auch wenn ihr das oft eher schlecht als recht gelingen mag.

Saskia Weidenfeld

Feurig. Sei es ihr Haar, oder ihr Temperament. Eine Umschreibung welche auf die junge Kriegerin sehr gut zutrifft. Selten einmal sieht man sie nicht lachen, fluchen oder jemanden voller Ärger zusammenstauchen. Emotionen sind das, was sie ausmacht. Kalte Ruhe, wie sie viele erfahrene Kämpfer haben? Das ist nicht ihr Ding. Wer sie nur einen Moment beobachtet erkennt leicht die Energie, welche unter der Oberfläche schlummert. Er erkennt leicht, wie viel Lebensfreude und vielleicht gar Schabernack in der jungen Frau steckt. Doch das heißt nicht, dass sie nicht ernst sein kann. Mit viel Glück kann man einmal etwas mehr von ihr entdecken. Ein ärmelloses Oberteil mag die mit sachten Ausdauermuskeln versehenen Arme zeigen. Eine kurze Hose die von langen Trainingsstunden in schwerer Rüstung wohlgeformten Beine. Alles Anzeichen für den kennenden Blick, dass sie durchaus fähig ist in dem, was sie tut, und sich auch nach wie vor darin übt. Ihre Stimme ist von jugendlichem Enthusiasmus erfüllt und oftmals überschlägt sie sich gar, wenn sie sich aufregt. Die smaragdgrünen Augen welche unter dem feurigen Schopf in die Welt schauen wirken stets mit einer seltsamen Mischung aus Neugier, Temperament, aber auch einem schelmischen Zwinkern erfüllt.
Wie es scheint kennt sie wenig Scheu auf Leute zuzugehen, und manch einer mag plötzlich ein neugieriges Anhängsel hinter sich haben. Doch sollte man sie einmal in einem Kampf beobachten wird eines klar: So frisch poliert ihre Rüstung scheint, umso schmutziger sind ihre Tricks welche sie im Kampf anwendet. Töte oder werde getötet. Es ist beinahe traurig, dass eine junge Frau dies bereits so verinnerlichen musste. Das ist sie also, die junge Kriegerin Saskia Weidenfeld. Was für Abenteuer die Zukunft bereithalten mag? Wer weiß das schon. Aber eines ist sicher: Sie sieht ihnen mit Neugier und Feuereifer entgegen. (Arsenal)

Held Sigfreyd

SIGFREYD – per se stammt wohl nicht von dieser Welt; zumindest wenn man seine Maßstäbe einer einfachen Weltanschauung zuordnet und ein Kind sagenhaften Antlitzes verachtenswert findet –

ER in eurem Geiste polarisiert als wäre es eine schöne Umarmung von einer latenten Macht gewesen und die Entität einen forciert daran zu glauben: er sei der güldenen Spross – Derjenige, der der Apotheose nahe steht aber innerlich zu einem Krüppel verkümmert und immer der unberechenbare verzogene Bengel sein wird, wenn man dem Zauber Sigfreyd widersteht.

SEIN SCHARFSINN – ist von innerhafter Schatten getrübt, die in Ketten gehalten werden und den so scheinbaren jungen Geist des ‚Prinzen inszenieren und seinen Makel offenbaren, der das Gefüge des prachtvollen Lebensstandarts von gutem Wein, Wolllust, dekadenten Ausschweifungen aufwirft -, dabei in wilden Exzessen seine absonderliche Mentalität aufzeigt: „Grotesk ist dein Spiegelbild im Antlitz des Prinzen, so mächtig und so sehr von sich selbst überzeugt als wäre Narzissmus der Welten Religion; mit ihm selbst als Ehrenprälat, seinen Eiferern die Geschenke hedonistischer Ideologie mit offener Hand zu überreichen.“

Ungewöhnlich für einen sehr jungen Mann, der auf dem Weg zur Adoleszenz sich befinden mag? Durchaus, doch die Prämisse besteht: in seinem Auftreten, Betragen und der hohen Kunst des Kampfes und seiner Expertise darin, zeichnet sich Sigfreyd als ein „Philosoph des Krieges“ aus, oder als ein euphemistisch gepuderter Pfau in schmerzender Eloquenz fürs Umfeld, dessen süßes Parfum eine wärmende Nase bindet und er nach neuer Leidenschaft sich sehnt, die seinen Erfahrungshorizont sprengt?

Seine gespiegelte AURUM-RUESTUNG aus verzaubertem Gold und Silber fängt die inneren Schwächen ein und lenkt sie nach außen hin ab, um die vermeintlich polierte Seele Jedem zeigen zu können, der sich darin verliebt – so, er sich daran festhält und im Irrglauben weilt: Vor Euch steht ein weißer Ritter.
Zahlreiche verschnörkelte Linien verbinden sich mit Ornamenten zusammen und erzählen einen Epos, der Stück für Stück eine Geschichte aufzeigt als hätte man die Errungenschaften des selbsternannten Prinzen in die Rüst‘ getempert.

Der Brustharnisch wurde einer Adonis-Büste nachempfunden und suggeriert den nackten Oberkörper in seiner athletischen Reinform; Symmetrie der Muskeln und des Brustumfangs wurden akribisch und präzise in den Harnisch hineingearbeitet -, wodurch die Beinpanzer wie übergroße Stiefel wirken die bis zum Schrittansatz reichen aber nicht alles vom Oberschenkel bedecken; sollte man die hinteren Partien um den Po herum erkennen, zeichnen sich die festen Apfelbäckchen in freier Natur ab und nur ein Stück weißer Stoff hängt als Standarte nach unten herab, welcher auch den Phalus bedeckt.

ENTLANG – seines markanten Gesichtes treten keinerlei Unreinheiten auf. Die Haut weist einen hellen Taint auf und wirkt glattgezogen, welche sich wie ein Zelt um die bärige Wagenstruktur spannt.
Die geschwungenen Brauen bilden einen steten Fluss, ohne das auch ein Haar falsch wuchert oder den eminenten Blick in seiner Symmetrie und Ausdruckskraft behindert.
Das frohlockende, güldene Haar verteilst sich in einer Löwenmähne über den breiten Rücken und Schulterpartien , während er wohlgesonnen im Augenmerk mit Euch spricht. Die Intonierung gleicht einer mahnenden Sonare, sollte man ihn verstimmen aber auch zu einem sanften Klang klang wechseln kann.

Es mag verwirrend wirken, ob man nun ein verzogenes Gör vor sich hat oder einen reifen Mann mit edlem Gesicht, dessen Spiegel eine hässliche Fratze verbirgt; doch Alles in Allem erfahrt selbst – und entscheidet von Sinnen, ob es diese „Diva“ wert ist zu erfahren. (Arsenal)